Literatur Karl May: Neuerscheinungen - Teil 4

07. Mai 2026

 

Karl May&Co.

Das Karl-May-Magazin 

Nr. 183 - 1/26, ISSN 1434-0356, 96 Seiten

Ausgabe April 2026

 

(Fortsetzung)

 

Das aktuelle "Karl-May-Magazin" - geshaffen hauptsächlich von +Freiwilligenarbeit - wird in der Aufmachung immer perfektet, in den Themen vielfältiger und leider auch in der Aktualität eher schleppender. Ich weiss, dies hat auch mit den Produktonsbedingungen 

zu tun. Doch es gibt inzwischen neue oder aufgefrischte Quellen, die durchaus noch besser genutzt werden könnten, die auch zeitnah zur Verfügung stehen. So wurde zum Beispiel die Website der KMG (Karl-May-Gesellschaft) deutlich ausgebaut und mit einert eigenen Diskussionsseite für Mitglieder (Mitgliederportal) versehen. 
In den Diskussionsforen können sich alle Mitglieder beteiligen. Sodass da mitunter sehr lebhaft engagiert diskutiert wird. (Anmelden mit Mitgliedernummer und individuellem Passwort)

Auch Karl May & Co. hat ein (Forum), wo besonders bei wichtigen Problemen (Krisen, Verkauf des KMV-Verlags) zeitnah und gut informiert wird.

Aber auch in den grössten Social-Media-Plattformen ist Karl May & Co. präsent. Allerdings nach meinen Erfahrungen wenig dynamisch, dafür aber oft mit exklusiven Bildern.

www.facebook.com   –   www.instagram.com   –   www.youtube

Für den Zugang musst du in der Regel bei den betreffenden SocialMedia registriert sein, zumindest um sie voll zu nutzen.

Veranstaltungen der Karl-May-Szene werden auf einer gemeinsamen Plattform angezeigt. Leider aber meis sehr unvollständig nachgeführt (die neuesten Meldungen sind am Schluss und nicht am Anfang von) Karl May lebt.

Karl May & Co. hat sich wirklich zu einer hervorragenden Illustrierten gewandelt, die Themen aufgreift, welche sonst nur schwer (oder kurzzeitig) zu finden sind, so etwa fundierte Nachrufe (mit Bildern), eine flächendeckende Berichterstattung der Festivals, Randthemen wie Comics, Satire etc. Es ist eine Lektüre, die Zeit benötigt und verdient. Hier, wie immer, der Zugang zum Inhaltsverzeichnis der neuesten Nummer.

Leider wird auch diese, meine Website «Sammlerfreak» von den Karl-May-Freunden nur wenig besucht. Die Website berichtet vorwiegend über lokale und regionale Veranstaltungen, liefert meist viele Bilder und bewertet neue oder exklusive Sammelstücke.

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        04. Mai 2026

 

     Neuerscheinung Karl May:

 

     Karl May auf der Bühne IV

     von Nicolas Finke und Reinhard Marheienecke

 

       Karl-May-Festspiele von Mörschied über Pluwi 
       bis Pullman City. 
Winnetou auf internationalen Bühnen 
       (von den Niederlanden bis Tschechien)

       Sowie Theaterstücke zum Phänomen Karl May
 

2026, Karl-May-Verlag, Bamberg/Radebeul

400 Seiten, ISBN 978-3-7802-0148-5, herausgegeben von Bernhard Schmid

«Das Design ist klassisch. Jeder kennt es, der schon mal ein Buch aus dem Karl-May-Verlag in der Hand hatte. Nur ist es deutlich grösser und schwerer. Denn wenn man Karl May inszeniert – egal, ob im Film oder auf der Freilichtbühne – geht es um Bilder. Grosse Bilder aus jener Phantasiewelt, die bis heute bei vielen das Bild vom Wilden Westen prägt.» (Ralf Julke in der Leipziger Zeitung vom 07. Juni 2021)

Nicolas Finke und Reinhard Marheinecke sind tief in die Archive gekrochen, um in dieser neuen Reihe aus dem Karl-May-Verlag einmal die komplette Bühnen-geschichte der Karl-May-Inszenierungen in Deutschland aufzuarbeiten. Die begann nicht in Bad Segeberg, nicht in Elspe und auch nicht auf der Felsenbühne in Rathen. Sie begann nicht mal unter freiem Himmel. Was einen ja überrascht, wo man bei Winnetou und Old Shatterhand doch eigentlich an schöne blaue Himmel, jagende Pferde, herrliche Bergszenen denkt … Zu Karl Mays Zeiten wäre kein Intendant auf die Idee gekommen, die Natur als Bühne zu begreifen. Das ist ganz modern und gehört zum 20. Jahrhundert und zu einer sich verändernden Beziehung gerade der Städter und Grossstädter zur Natur, die auf einmal als Urlaubs- und Erholungsraum. Diese Dimension erkunden die beiden Autoren zwar nicht. Aber sie gehört dazu. Genau deshalb entstanden die bekannten und auch die mittlerweile wieder verschwundenen Naturbühnen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es gab ja mal viel mehr als heute. Und etliche finden im Buch auch Erwähnung, weil dort natürlich auch Karl-May-Inszenierungen stattfanden.

IIm vierten Band der Reihe wird  auch die Aufführung im Theater im Bunker in Mödling (Österreich) erwähnt, mit dem Auszug einer Besprechung von mir, in der Zeitschrift Karl May & Co. (Februar 2019)

„Mit Karl Maybe ... war in Mödling bei Wien ein exzellentes und aussergewöhnliches Karl-May-Stück zu sehen … Die Geschichte, die in Mödling erzählt wird, steht so in keinem der vielen Karl-May-Bände, auch nicht in der umfangreichen Sekundärliteratur.» Es gibt sie nur als Mosaiksteine, als Schlaglicht aus dem Leben eines Autors, der nicht nur in seinen geschaffenen  Fantasiewelten weiterlebt, sondern auch als Mensch immer klarere Konturen erhält.»

So rücken sein Leben, seine Lebens-geschichte, seine wirklichen und vermeintlichen Taten in den Mittelpunkt und überflügeln in Sachen Aufmerk-samkeit und Spannung sogar seine Abenteuergeschichten. …» Eine Biographie ist es, aufgeteilt in 24 Szenen, jede etwa gleich lang – nur 5 Minuten – präsentiert vom ‹Ensemble das Theater zum Fürchten› … Eine Lebensgeschichte, die in dem lagen Stollen in keinen Gruppen durchwandert wird, vom engen Räumen in den dichten Dschungel, vom Schulzimmer zum Gerichtssaal, von der Prärie im Wilden Westen zur Wüste im Nahen Osten – dialogisch wirkungsvoll erzählt und vor allem eindrücklich dargestellt. Das entscheidend andere in diesem Bunkertheater ist nicht die inzwischen weitgehend bekannte Lebensgeschichte des Autors, auch nicht die Enge drückende oder gar erdrückende Atmosphäre. Im Stollen. Es ist vielmehr die Vermischung von Publikum und Schauspielern, es ist die Nähe zu den Gestalten des Karl-May-Universums....“

 

24. April 2026

 

Karl May

Der Schut

 

2026, Karl-May-Verlag, Bamberg/Radebeul
629 Seiten, ISBN 978-3-7802-2056-1

 

(Fortsetzung)

 

Selbst für die Sammler (Sammelnden!!!) ist es nicht ganz einfach, den Ueberblick über die sogenannten AHK-Ausgaben der Gesamtwerke von Karl May zu bewahren. 

1987 hat die Arbeit bereits begonnen. Im Auftrag der Karl-May-Stiftung bearbeiteten die beiden Autoren und Herausgeber Hermann Widenroth und Hans Wollschläger die ersten 13 Bände (der 99 geplanten Bände) im Greno Verlag (Bibliotheks- und als Taschenbuchausgabe). Mit der Umgestaltung des Greno-Verlags übernahm der Haffmanns-Verlag die Herausgabe der Karl-May-Reihe. Nach einem wüsten rechtlichen Streit mit den Herausgebern – die das Projekt lange Zeit blockierte – übernahm der Eigenverlag von 

Hans Wollschläger (screenshot WDR)
Hans Wollschläger (screenshot WDR)

Widenroth und Wollschläger (Bücherhaus Bargfeld) die Herausgabe, bis 2007 der Karl-May-Verlag (unter der Verantwortung der Karl-May-Gesellschaft) mit einem neuen Editionsplan und einer kontinuierlichen wissenschaftlichen Arbeit (Joachim Biermann als Geschäftsführer; Hans Wollschläger starb 2007) dem Grossprojekt eine Zukunft sicherte. 

Inzwischen sind es etwa 60 Bände, die in dieser Reihe erschienen sind. Etwa fünfzig davon stehen auch in meiner Bibliothek. Für den Sammler bedeutet dies einen erheblichen Aufwand an Kosten (ein Band kostet mittlerweile 55 Euro – ohne Porto und Spesen – und ist in den Buchhandlungen nicht erhältlich) und nimmt doch einen erheblichen Platz in der 

Sammlung ein. Inzwischen ist auch der inhaltliche Anspruch und der Umfang (editorischer Anhang: «Karl May bis aufs Komma») nicht mehr verzichtbar sind.

02. August 2025

 

Neuerscheinung

Lagerfeuer 2025/1:

 

«Von Black Hills bis Black Elk"                   
                                              von Lorenz Hunziker                       

Es ist die 17. Ausgabe von «Lagerfeuer», einer Publikation des Schweizer Karl May Freundeskreises. Es sind weitere Ausgaben in Planung. Für 10 Franken (6 Euro) pro Ausgabe können die themenbezogenen Geschichten rund um Karl May hier bezogen werden. 

Zur neuen Ausgabe:

Für das Karl-May-Symposium 2020 mit dem Titel: «Die Indianer kommen!» «Karl May und der Rote Gentleman» wählte ich den Titel: «Die Kinder sind Indianer geblieben – eine Einschätzung zu einer Aussage aus Winnetou I». Das Symposium fiel dann den Wirren der Corona-Politik zum Opfer. Beim Nachdenken über das Thema zeigte sich: Hinter dieser Aussage stecken drei Themen: 1. Das Klimathema. 2. Die Rassenfrage. 3. Die Frage nach der Zeit: werden, sein, vergehen - oder doch bleiben?... Indianer zwischen «Romantisierung und Realität» – von Black Hills zu "Black Elk - Bleiben, Wandern und Werden".