Die Freie Presse vom 13.6.2026 (S. 24) über das
Karl-May-Haus in Hohenstein-Ernstthal
28. Juli 2026 (5159)
"Flasche leer" (In Erinnerung an Trapattonis Wutrede)
Die Bilder des Tages können auch jederzeit im Bildarchiv dieser Website betrachtet werden. Zudem werden sie hier auf Pinterest, der Online-Pinnwand für Grafiken und Fotografien, veröffentlicht.
28. Juli 2026 2026
Peter Lippuner (Journalist, pens. SRF, Winterthur)
Fast täglich erreichen mich auch Gastbilder, die ich auf meiner Homepage gerne aufnehme. Sie bleiben in der Regel vier bis sieben Tage auf der Frontseite als "Gastbeitrag". Nachher verschieben sie sich ins Gästearchiv, das zugänglich ist.
Die Mutter von Lukas Bärfuss war eine Frau ohne Bildung und ohne Perspektiven, dafür mit einem unstillbaren Freiheitsverlangen. Das Kind sah sie als Fessel, sie hatte sich dieses Leben nicht ausgesucht. Eine Rabenmutter, so nannte sie sich selbst; ihr Sohn landete auf der Straße. Sie hatte nur die Waffe der Ohnmächtigen, das böse Maul. Und im Alter blieb ihr kein anderer Ausweg als die Armutsmigration in die Dominikanische Republik, aus einem der wohlhabendsten Länder der Welt, in dem der Lebensabend unerschwinglich für sie war.
Der Sohn musste sich früh in der Kunst üben, seine Mutter zu überleben. Und in der Rückschau stellt er sich die Frage, wo in einem elenden Leben die persönliche Verantwortung aufhört und die einer ganzen Gesellschaft beginnt. Ein aufrüttelndes Buch, für Leserinnen und Leser.". (Verlagsangabe)
02. Juii 2026
"Ende 2025 machte das von Vincent Escriba (67) betriebene Indian Land Museum in Gossau ZH nach 32 Jahren zu. Für seine weltweit einzigartige Sammlung indigener Artefakte hat der Liebhaber und Kenner nordameri-kanischer Kulturen nun offenbar Interessenten gefunden. Tausende von zeremoniellen und historischen Gegen-ständen sollen an eine Gruppe indigener Völker aus Kanada gehen. Aktuell sind gleich drei Lagerräume mit diversen Kostbarkeiten, darunter Mokassins, Waffen und Kleidung, belegt. Einen entsprechenden Bericht des kanadischen TV-Senders Global News bestätigt Escriba gegenüber Blick.
Einige Bilder aus dem Museumin Gossau:
Dazu ein Komentar vom 15. Oktober 2025 von Peter Züllig auf www.sammlerfreak:
Ausführlicher Artikel über den Werdegang des "Indian Land Museums" in Gossau, von seinen Anfänden bis zur Schliessung am 31. Dezember 2026. Im Mittelgrund steht der Sammlerund Gründer de Museums, Vincent Escriba, der nun die wertvolle Sammlung wohl nach Kanada verkauft, weil Schweizer-Museum kein Interesse für eine Uebernahme zeigten.
Liebe Freunde,
liebe Gäste.
Vor gut zwölf Jahren habe ich mit dieser Website begonnen, vor allem um meine Sammlertätigkeiten zu koordinieren und die verschiedenen - zum Teil anspruchsvollen - Sammlungen auch der
Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Was mit ein paar Seiten begonnen hat, ist gewachsen und hat sich ständig erweitert. Weit über meine Hobbys hinaus. Sie wird inzwischen täglich sehr rege
genutzt, nicht zuletzt weit über Gespräche unter Sammlern hinaus. Zum Beispiel zur Information, zur Nutzung des Archivs, zur Verbindung mit interessanten Websites. Die einzelnen Bereiche
erscheinen auf dieser Frontseite thematisch gut bezeichne, aber nur nach Aktualität geordnet, nach dem Prinzip einer bunten Illustrierten. Die Beiträge bleiben rund einen Monat auf der
Einstiegsseite, dann werden sie in die Ressorts verschoben, dort archiviert und immer zu erreichen über die Menüleiste auf der linken Seite. Da muss man sich dann halt durch die immer
differenzierter aufgeteilten Seiten "wühlen" oder eben "linken". Viel Vergnügen wünscht
Peter Züllig, der Sammlerfreak.
Themen der letzten Zeit
26.05.2026 News Karl May:
31.03.2026 Kolumne:
03.01.2026 Karl May-Sammlung:
02.02.2026 Neueingang Krippen:
06.01.2026 Bild des Tages:
01.01.2026 Neueingang Krippen:
24.12.2025 Unser Philosoph:
24.12.2025 Aufgeschnappt Krippem:
17.11.2025 Karl-May-Museum:
TV-Beitrag zum Thema Rassismus
17.11.1926 Karl-My-Museum Radebeul:
15.10.2025 Kultur:
Wie Intelligenz zur Dummheit wird
19.10.2025 Neuerscheinungen Karl May:
10.10.2025 Karl-May-Sammlung:
Kurden: Zwei Hefte "Damals"
Hier Beiträge der letzten Tage
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„Und ist es wirklich wahr?“ So hebt der vieltausendseitige Orientzyklus von Karl May an, in dem dieser ehedem populärste deutschsprachige Erzähler seinen Kara Ben Nemsi genannten Ich-Erzähler durchs ganze Osmanische Reich reiten lässt. Die Frage kann programmatisch gelesen werden, auch wenn sie im Kontext der Handlung der religiösen Überzeugung der Hauptfigur gilt. Aber ob das wahr war, was May da erzählte, das fragten sich seinerzeit viele seiner Leser..."
Was hier In der Einleitung zur Buch-besprechung von Andreas Platthaus (Leiting Ressort "Literatur" und "Literarisches Leben" bei der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" anklingt, durchzieht den ganzen Text: Ein Geschwurbel zu die sogenannt "literarisch Interessierten", welche den Erfolgsautor May (gestorben 1912) heute noch lesen oder gar ernst nehmen. Diese flapsige Art – in einer für journalistisch Leistung geschätzten Zeitung - hat in den Kreisen von "Karl May Freunden" und der literarischen Karl-May-Gesellschaft (KMG) zu Recht einen grösseren Wirbel ausgelöst. Weiterlesen hier
Lieferungsheft von «Und Friede auf Erden» aus der Reihe «Karl Mays gesammelte Reiseerzählungen» (Archiv Edmund Kara Jendrewski). In dem im vorliegenden Mitteilungsheft abgedruckten Interview aus dem Jahr 1982 überlegt Ehrlich Loest, «ob bei May, wenn er nicht 1912 gestorben wäre, wenn er 1914 noch gelebt hätte, nicht wieder ein Umschwung zum Soldatischen, zum Chauvinistischen gekommen wäre. Höchstwahrscheinlich hätte er diesen Waffengang besungen (...)» Das mag man mit Fug und Recht bezweifeln, gerade angesichts des Beginns des fünften Kapitels dieses Romans, in dem May ausdrücklich feststellt: «Während ganz Europa unter dem Donner der begeisterten Hipp, Hipp, Hurra und Vivat erzitterte, hatte ich mein armes, dünnes Stimmen erhoben und voller Angst gebettelt: Gebt Liebe nur, gebt Liebe nur alleine! Mit dieser Art von Gesang habe ich nicht zu tun! Mays Friedensbotschaft erscheint heute aktueller denn je. jb
Hier geht es zu den beiden Heften Mitteilungen und Nachrichtn Nr. 228.
Die Karl-May-Festtage 2026 hatten für das Karl-May-Museum einen besonderen Moment parat: Mit Supaman stand ein international gefeierter Hip-Hop-Artist im Mittelpunkt, der Pow-Wow-Gesang, Rap und indigene Erzähltradition verbindet.,,,
Gleichzeitig nutzte das Museum die Festtage, um einen neu gestalteten Raum in der Villa Bärenfett zu eröffnen. Genau hier begann 1928 die erste Ausstellung über indigene Menschen Nordamerikas. In den vergangenen Monaten wurde der Bereich entkernt, technisch modernisiert und neu inszeniert. Entscheidend ist dabei der neue Ansatz: Die Dauerausstellung entsteht künftig nicht mehr nur über indigene Kulturen, sondern gemeinsam mit Partnern aus Nordamerika. Das Museum setzt weiter auf seine besondere Schatzkammer-Atmosphäre, will sie aber zeitgemäßer erzählen. Bis zur geplanten Eröffnung des neuen Empfangsgebäudes am 1. Juli 2027 soll Raum für Raum folgen. Auch Karl May im Film soll künftig eine größere Rolle spielen – sogar mit Videowand an der Meißner Straße.
Nur noch drei Vorstellungen
Freilichtaufführungen im Ritterhaus Bubikon haben eine lange Tradition. Zum 800-Jahr-Jubiläum 1992 hat Reinhart Spörri (Gründer und Leiter von «Theater Kanton Zürich») ein Festspiel geschrieben, das die Geschichte der Johanniterkommende zum Thema hatte. Es lehnte sich an das historische Spiel von 1936 an und aktivierte das ganze Dorf. Die Begeisterung für das lokale, historische Laientheater ist geblieben. In der Regel tritt der Theaterverein (gegründet 2014) jedes zweite Jahr mit einem eigenen Stück, in ähnlicher Form, im Hof des Ritterhauses Bubikon auf, zum dritten Mal unter der Regie von Eva Mann, die das Stück für Bubikon verfasst hat.
Ein Besuch lohnt sich.
Eine Schwachstelle ist geblieben und hat sich deutlich zugespitzt: Der Gedanke, den besonderen Spielort (Gebäude, Hof, Bäume, Fassade) ins Theatergeschehen einzubeziehen, ist gründlich misslungen. Über lange Strecken (ca. zwei Drittel) kann bei der engen Frontalbestuhlung nicht oder nur sehr mühsam oder (ohne die Platznachbarn zu stören) gar nicht eingesehen werden. Ich habe mit einigen Gästen gesprochen, die wollten die Aufführung deshalb bereits in der Pause verlassen. Schade um das Stück und die tolle Leistung der Spielerinnen und Spieler.
Vortrag von Dölf Kellenberger im Rahmen des Karl-May-Kreundeskreises
Ein ausgezeichneter, frei vorgetragener Beitrag zum Thema Waffen. Die «Kentucky-Büchse» wurde im 18. Jahrhundert von deutschen Büchsenschmieden, die nach
Amerika auswanderten entwickelt und immer wieder verbessert. Diese Waffen waren in den Kämpfen der merikanischen Kolonien gegen die Engländer von entscheidendem Vorteil. In vielen
Geschichten. von
Karl May hat nicht nur die Faust (Old Shatterhand) entscheidende Schlagkraft, sondern auch Gewehre. Unter ihnen zwei «Wunderwaffen», der Bärentöter und der Henry-Stutzen. Diese haben mit der Waffenwirklichkeit nichts zu tun. Es sind Fantasiegebilde eines Schriftstellers, die sich wunderbar in die spannenden Geschichten der «edlen Wilden» einordnen. Was aber ist die dokumentarisch belegte Wirklichkeit? Um die Fakten selbst den «Waffen-Laien» verständlich zu erklären, ist der Waffenkenner (und ‑sammler) – Mitglied des Karl‑May‑Freundeskreises – wohl der geeignetste Mann. Weiterlesen hier
09. Juni 2026
Schweizer Karl May Freundeskreis
20.
Juni 2026 Restaurant Zimmermann, Jona
„Kentuckybüchsen“
Waffe, Wirklichkeit und Karl May
11.30 Uhr Mitagessen (Anmeldung
[email protected])
14.00 Uhr Vortrag mit Film
Dölf Kellenberger nähert sich der berühmten Kentuckybüchse von ihrer handwerklichen und historischen Seite. Ein Film zeigt die Herstellung einer solchen Waffe mit traditionellen Methoden. Gleichzeitig versucht er eine Antwort auf die Frage zu finden, wie die Kentuckybüchse überhaupt in den Karl-May-Kosmos geraten ist und weshalb sie bis heute zu den prägenden Bildern des Wilden Westens gehört.
2026, Rowohlt, Hamburg (deutsche Ausgabe), 2. Auflage
400 Seiten, ISBN 978-3-498-00788-4
Original: "Ghost Strories" (englisch) bei Simon&Schuster, New York
Was ist es, dass dieses Buch (nicht nur mich) so «tief bewegt» und in fast jeder Rezension speziell erwähnt wird? Ist es das tabuträchtige Thema Tod? Sind es neue Erkenntnisse? Erfahrungen? Geheimnisse? Gefühle? … Bereits auf der ersten Seite stosse ich auf die (an und für sich) banale Aussage: «Wenn dein Vater stirbt, sagte ich zu unserer Tochter Sophie, werde ich meinen Alltag verlieren?» Der Tod, kurz und knapp beschrieben, als «Verlust des Alltags». Ein «berührendes» Eindringen in das, was der Tod eines Menschen bringen kann, verändert und bedeutet im Leben von Hinterbliebenen. Siri Hustvedt ist die Frau des an Krebs erkrankten bekannten amerikanischen Schriftstellers Paul Auster, der am 30. April 2024 stirbt. Sie ist aber auch eine nicht minder bekannte Schriftstellerin, die 43 Jahre mit Paul Auster gelebt, geliebt, gearbeitet und geschrieben hat. Um den «verlorenen Alltag» neu zu schaffen, der «bis zur Unkenntlichkeit durcheinandergeraten ist», schreibt sie dieses Buch (und beteiligt sich an einem ebenso "berührenden" Film). Weiterlesen hier
Hier die Beiträge der letzten Wochen
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2006, Diogenes Verlag, Zürich
371 Seiten, ISBN 978-3-257-07484-5
Ein Buch, das - so um die Zeit von Ostern – Jahr für Jahr erwartet wird, jetzt zum achtzehnten Mal. Die liebenswürdigen Polizeiromane, rund um Bruno, «Chef de Police», des halbwegs fiktiven Städtchens Saint-Denis (Département Dordogne) können auf eine beachtliche Fangemeinde zählen: Liebhaberinnen und Liebhaber des französischen Südwestens, des guten Essens und Trinkens (besonders des Weins), der historischen Stätten (Burgen, Schlösser, Höhlenmalereien) und einer verträglichen kriminalistischen Spannung. Der schottische Autor Martin Walker, der teilweise im Périgord zu Hause ist, wurde literarischer Botschafter einer Regio, die nahe des berühmteren Weingebiets Bordeaux liegt und touristisch lange Zeit nur wenig beachtet wurde.
Vor einem Jahr habe ich mein schönes Hobby – Weinbe-sprechungen – nach mehr als 2000 Beiträgen – aufgegeben. Die Rubrik «Getrunken» verschwand auf dieser Website. Hauptgrund: mein Alter (87 Jahre). Natürlich habe ich weiterhin Wein getrunken, im Stillen analysiert, vorwiegend auch genossen: gute Weine, sehr gute Weine, leider gelegentlich auch weniger Genussvolles, immer häufiger «Massenware», irgendwie – mit moderner Technik – zusammen gestiefelt: charakterlos, lieblos, beliebig. Mein öffentliches Schweigen bezüglich Wein soll bleiben. Doch gelegentlich juckt es mich: immer dann, wenn ich etwas ganz Spezielles im Glas habe. Zum Beispiel heute: bei diesem Châteauneuf-du-Pape, Jahrgang 1990. Allein schon die «krumme» Flasche ist etwas Besonderes. Ein Geschenk- und Geburtstagswein. So konzipiert und angeboten. Doch, wie lange «hält» er? Auch bei guter (idealer) Lagerung. «Halten» tut er schon, aber bereitet er auch noch Freude als Genussmittel (und nicht nur als Jahrgangs-dokument!)?
Verkauf des traditionellen
Karl-May-Verlags
Aus der ersten Meldung (26. April 2026) ist nun Gewissheit geworden. Der Besitzer und Leiter des Karl-May-Verlags, Bernhard Schmid (64), hat sich selbst zu Wort gemeldet in verschiedenen Interviews. Er sucht einen Nachfolger.
"I«Ich möchte, dass der Verlag im Sinne Karl Mays weitergeführt wird», verrät er dem Börsenblatt. Es gebe keinen Autor, dessen Werke sich seit mehr als einem Jahrhundert so erfolgreich am Markt halten. Dem Verlag selbst gehe es finanziell gut. «Wir sind ein sehr gesundes Unternehmen», erklärt Schmid. «Ich werde diesen - für die ‹Karl-May-Szene› so wichtigen Vorgang auf dieser Website begleiten und immer wieder berichten. Vermutlich wird der Zeitplan sich dehnen und es dauert einige Zeit, bis eine gute, stabile Lösung gefunden werden kann.»"
Hier die Beiträge vor vier Wochen
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Es war am Dienstag soweit:
Am 12. Mai 2026 um 11.30 Uhr haben
wir uns getroffen im Restaurant "Porthof" beim Klassentreffen
2026
Das Wetter war «durchzogen», die Stimmung ausgezeichnet, das Wiedersehen wunderschön, das Essen: "na geht so". Da wir den Aperitif nicht im Freien geniessen konnten (zu kühl, windig) und das Restaurant ordentlich besetzt war, blieb für das Fotoshooting nur das Essen. Für Sujets und Erinnerungsjäger (wie mich) eine unglückliche Situation. Die Bilder stelle ich hier online.
Wir waren 17 ehemalige Joner-Primi-Schülerinnen und -schüler. So viele, wie schon lange nicht mehr. Die «Androhung», dass dieses Mal das letzte Klassentreffen stattfindet, hat offenbar auch «müde Füsse» mobil gemacht. Eine Abstimmung ergab: Nächstes Jahr wird – sofern dem Organisationskomitee die Füsse nicht ganz eingeschlafen sind – wieder ein Klassentreffen stattfinden. Termin wie immer – anfangs bis Mitte Mai. Den Tag so langfristig zu planen, ist kaum mehr möglich. Doch wir werden uns rechtzeitig melden.
Damit wir den Kontakt (und das Interesse) an unserer «alten Heimat» nicht ganz verlieren, ist dieser Teil der Website jederzeit abrufbar: Er enthält alle Einladungen, Kommentare, Bilder etc. (und soweit möglich: Adressen) seit 2016. Natürlich auch die «Dorfgeschichten», Erinnerungen und Neuigkeiten aus dem Dorfteil, der noch heute «Jona» heisst.
Um den Zugang möglichst einfach zu machen, werde ich allen per Post die Zugangsdaten im nächsten Brief mit den entsprechenden Links senden. Für alle, die nicht am «elektronischen Segen» teilnehmen können (oder wollen), werde ich gelegentlich Briefpost schicken, vorwiegend mit Bildern und Dokumenten.
Hier der Link zum Klassentreffen 2026 (mutig anklicken!). Alles Weitere ist dort zu finden.
(Herzlichen Dank auch an die Mitorganisatoren, Pia und Kari, in der Hoffnung, dass wir noch (ein paar Jahre) weitermachen könnem)
2025, Diogenes Verlag Züch
302 Seiten, ISBN 978-3-257-07344-7
Katja Früh, Tochter des Schweizer Film-regisseurs Kurt Früh (1955 «Polizist Wäckerli», 1957 «Konditorei Zürer», 1959 «Hinter den sieben Gleisen» etc.) ist eine verdammt gute Erzählerin. Eine Kolumnistin, die eine Geschichte auch in kurzen Texten auf den Punkt bringen kann. Dieses Mal ist es ein Roman, erzählt in 57 «Nummern», die sich zeitlich aneinanderreihen und sich zu einem Ganzen (Roman?) zusammenfügen. Der Inhalt ist belastend. Es geht um den begleiteten Suizid einer vom Leben und dem Schicksal enttäuschten («alten») Frau, noch rüstig, aber durchdrungen von einer unerschütterlichen Überzeugung der Selbstbestimmung. Es dreht sich alles um den voraussehbaren Tod, um den «Termin», an dem ein Leben zu Endegeht. Bewusst. Selbstbewusst! Ihre Tochter Anja ist die Protagonistin, die mit Leben und Tod der Mutter umzugehen hat und die verlangt, dass sie «ihram 18. Februar um vier beim Sterben zusehen. Sonst noch was?«
"Warum Rasenmähen eine sinnlose
Tätigkeit ist"
Ein Artikel in der Zeitschrift «GEO» (online) am
08. August 2026 geschrieben
von Laura Evers
befasst sich mit dem frühen Mähen des Rasens und der Wiesen in den Siedlungen.
Sie spricht mir – als Bewohner einer sogenannten «Biosiedlung» – aus vollem Herzen und Überzeugung:
"Wer einen Rasen hat, muss ihn mähen – so lautet ein ungeschriebenes Gesetz. Alles andere gilt als faul und unordentlich. Warum das nicht mehr zeitgemäß ist.
Inzwischen zeigt sich vielerorts ein neues Bild: Immer mehr Menschen lassen den Rasenmäher im Frühling stehen, das Gras wächst knöchelhoch, und Löwenzahnblüten ragen daraus hervor. Der Trend "No Mow May", also mähfreier Mai, soll zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen." Weiterlesen hier
Ein Leben für und von der Kunst:
Bruno Bischofberger
Kunstsammler, Galerist, Mäzen
ist tot
Die Todesnachricht: "Er war der berühmteste Pop-Art-Galerist der Welt. Als Freund und Händler der Kunstsuperstars Warhol und Basquiat wurde der notorisch medienscheue Zürcher Bruno Bischofberger selbst zu einer Art Mythos. Nun ist der Mann der eigenwilligen Vorlieben im Alter von 86 Jahren verstorben." (Tagesanzeiger vom 09. Mai 2026 - Ein ausdführlicher Nachruf nurr zugänglich Abonnenten des Tagi)
In den frühen 60er-Jahren studierten wir an der Universität Zürich zusammen Kustgeschichte. Er ist ein Jahr jünger als ich: schon damals eigenwillig aktiv, mit Stani von Moos (Architektor) ein
Leader der damaligen angehenden Kunsthistoriker. In den oberen Seminarien waren wir noch 16 Studierende. In seiner ersten Galerie habe ich noch Präsenz markiert, wenn er gerade unterwegs
war.
Und trotzdem gibt es in meinen Fotoalben jener Zeit kein einziges Porträt von Bruno Bischofberger. Das Bild rechts entstand rund 20 Jahre später, als er bereits der berühmte Galerist war, der zum
Beispiel als Erster die Werke von Andy Warhol und Jean-Michel Basquiat in die Schweiz brachte. Nach den ersten Studienjahren haben wir uns aus den Augen verloren. Seine Welt wurde die grosse
Kunstwelt, meine das Schweizer Fernsehen, wo ich damals (1966-1970) wöchentlich eine kleine Sendung im damaligen Regionalmagazin «Antenne» gestaltete, mit dem Titel «Vernissage» (etwa 300
Ausgaben mit rund 800 Kunstschaffenden). Da bin ich ihm wieder begegnet, dem arrivierten Galeristen Bischofsberger, kompetent, charmant, weltgewandt, aber noch immer der (in der Erinnerung
und im Kontakt) Mitstudent und Freund.
Nr. 183 - 1/26, ISSN 1434-0356, 96 Seiten
Ausgabe April 2026
Titelbild
Das Corver zeigt das Motiv, das Renato Gasaro 1997 für die Segeberger Aufführung von «Winnetou und Old Feierhand» malte. Neben Gojko Mitic spielten damals Peter Hoffmann und seine Lebensgefährtin Keely Sims.
04. Mai 2026
Neuerscheinung Karl May:
Karl May auf der Bühne IV
von Nicolas Finke und Reinhard Marheinecke
Karl-May-Festspile von Mörschied über Pluwig
bis Pullman City. Winnetou auf internationalen Bühnen
(von den Niederlanden bis Tschechien9
Sowie Theaterstücke zum Phänomen Karl May
2026, Karl-May-Verlag, Bamberg/Radebeul. 400 Seiten, ISBN 978-3-7802-0148-5, Herausgegeben von Bernhad Schmid
Dies ist der vierte und letzte Band der Reihe "Karl May auf der Bühne".
In dieser prachtvollen vierbändigen Ausgabe spannt sich den Bogen von den frühen Theaterstücken (ersten Hälfte des 20. Jahrhundert) bis heute (mit den Erfolgen in Bad Segeberg, Elspe und weiteren Bühnen im deutschsprachigen Raum). "War die Buchreihe zunächst auf drei Bände ausgelegt, erweiterte der Verlag die Edition auf vier Bände. Man begründete dies mit umfassenden weiteren Dokumenten und Materialien, die während der Recherchen im Archiv des Karl-May-Verlags zahlreich aufgefunden wurden.Band 1 erschien im Frühjahr 2021 und befasst sich mit frühen Inszenier-ungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie Freilichtbühnenerfolgen von Rathen über Ratingen bis Bad Segeberg. Karl May auf der Bühne II, Karl May auf der Bühne III und Karl May auf der Bühne IV erschienen 2022, 2023 und 2025.
Alberto Giacometti (083)
Sonderausstellung
Kunsthaus Zürich
28. Oktober 2016 - 15. Januar 2017
Noch zu seinen Lebzeiten wurde die Alberto- Giacometti-Stiftung Zürich gegründet (1965), wobei der Basler Galerist Ernst Beyeler eine wichtige Rolle spielte: Er erwarb für die Stiftung in den USA 59 Skulpturen, 7 Gemälde und 21 Zeichnungen, die den Grundstock der Sammlung bildeten. Legate von Bruno Giacometti (ein Bruder von Alberto) kamen 2012 dazu. Heute umfasst der Bestand 150 Skulpturen, 20 Gemälde und zahlreiche Werke auf Papier. Das Kunsthaus Zürich verfügt über eine der grössten Giacometti-Sammlungen überhaupt.
"Das Interesse ist gross, der Andrang zu dieser Ausstellung riesig. Kein Wunder, denn Alberto Giacometti ist einer der bedeutendsten Schweizer Künstler des zwanzigsten Jahrhunderts. Sicher der teuerste – seine Werke werden auf dem Weltmarkt zu Höchstpreisen gehandelt.
Die Präsentation ist eindrücklich. Und – wie es im Prospekt heisst – «in dieser Form nicht wiederholbar und exklusiv in Zürich zu sehen». Das liegt daran, das viele der gezeigten Werke aus privaten und öffentlich nicht zugänglichen Sammlungen stammen. Seine legendären schlanken Bronzeplastiken mit stehenden Frauen und schreitenden Männern kennt jeder. Auch an dieser Ausstellung sind ein paar davon zu sehen, daneben aber auch Skulpturen, die man selten zu Gesicht bekommt: aus Gips, Ton, Plastilin, Holz und Stein." (Text und Bild):
Museum Ludwig in Köln
14. März 2026 - 02. August 2026
Stedelijk Museum in Amsterdam
11. September 2026 - 17. Januar 2027
Herausgegeben von Leontine Coelewij, Stephan Diederich und Mouna Mekouar
"Die in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin und ihrem Atelier organisierte Ausstellung gewährt einen gesamtheitlichen Einblick in Kusamas über sieben Jahrzehnte umspannendes künstlerisches Schaffen. Gezeigt werden sowohl ikonische Werke als auch ältere Arbeiten, die in Europa noch nie zu sehen waren, aber auch neue Produktionen sowie einer ihrer beliebten Infinity Mirror Rooms (Unendlichkeits-Spiegelräume). Die Künstlerin, die zu den Superstars der zeitgenössischen Kunst zählt, hat mit ihrer Erkundung repetitiver Muster und Strukturen – namentlich durch ihre charakteristischen Polka Dots und Spiegelräume, die die Betrachter:innen in unendliche Welten entführen – Kultstatus erlangt. Die Ausstellung unterstreicht die Vielfalt der künstlerischen Medien, mit denen Kusama im Laufe der Jahre gearbeitet hat, darunter Malerei, Skulptur, Installationen, Zeichnung, Collage, Happenings, Live-Performances, Mode und Literatur."
"Zum ersten Mal in ihrer Geschichte widmet die Fondation Beyeler eine Einzelausstellung Paul Cezanne (1839–1906) – einem Pionier der modernen Kunst und zentralen Künstler ihrer Sammlung. Mit rund 80 Werken konzentriert sich die Ausstellung auf die letzte und bedeutendste Phase im Schaffen des französischen Malers und zeigt Cezanne in Hochform: Zu sehen sind geheimnisvolle Porträts, paradiesische Badende, Sehnsuchtslandschaften aus der Provence und sein Lieblingsberg, die Montagne Sainte-Victoire, die der Künstler in immer neuen Ansichten darstellte. In seinem Atelier im Süden Frankreichs brachte Cezanne mit meisterhaftem Gespür Licht, Farbe und Form in ein kraftvolles Spannungsverhältnis. Er gestaltete revolutionäre Bilder, die Generationen von Künstlern und Künstlerinnen bis heute inspirieren. Die Ausstellung macht anschaulich, wie Cezanne die Malerei veränderte und er so, wie Pablo Picasso sagte, zum «Vater von uns allen» wurde." Weiterlese hier
Nicht nur die Spatzen pfeifen es längst vom Dach: Der Karl-May-Verlag soll verkauft werden. In den direkt interessierten Kreisen – zum Beispiel in der
Karl-May-Gesellschaft – grassieren schon längst die «Gerüchte» – Mutmassungen und klägliche Versuche –, einen Vorgang unter Deckel zu halten, der all die betrifft, die
mit dem einstigen
Bestseller-Autor Karl May «noch etwas anfangen können»: Sammler, Literaturwissenschaftler, ältere (zunehmend auch junge) Leserinnen und Leser, Film-Nostalgiker,
Freilichttheaterbesucher, Erinnernde …

Dabei ist die postume «Karl-May-Gemeinde» recht gespalten in ihrer Beziehung zum «verehrten Maystert», der 1912, also vor mehr als hundert Jahren, gestorben ist. Da gibt es die Nostalgiker («nur die grünen Bände mit Goldprägung»), die Erneuerer (Pastis Romane mit Karl-May-Figuren), die Sammler (wo immer der Name Karl May auftaucht), die Fans (Karl May als Kultfigur), die Historiker («es war nicht so!»)... Die Diskussion um den Verlag hat jetzt auch die Schweiz erreicht. Mit einem ausgezeichneten Artikel im «Tages-Anzeiger» (Erstveröffentlichung in der «Süddeutschen Zeitung») von Harald Eggebrecht (geb. 1946, freier deutscher Kultur-Publizist).
"Mit dem Erscheinen von "Der Schut", dem 6. Band des grossen Orientromans Karl Mays, kommt eines derGrossprojektee der Historisch-kritischen Ausgabe nach fast 40 Jahren endlich zum Abschluss. Nicht zuletzt diese Reiseerzählung, die den Erzähler auf eine Reise rund um das Mittelmeer durch weite Teile des Osmanischen Reiches führt, hatte seinerzeit Karl Mays Ruhm begründet, als sie unter dem Titel "Giölgeda padishanün" – "Im Schatten des Padischah" – in der Zeitschrift ›Deutscher Hausschatz‹ in Fortsetzungen über mehrere Jahre erstveröffentlicht wurde."
Der sechste und letzte Band des sogenannten «Orientzyklus» (Abteilung IV der Reiseerzählungen, Band 6) wurde als HAK (Historisch-kritische Ausgabe) sehnlichst erwartet, sind doch die anderen fünf Bände der Reihe bereits in zweiter Auflage erschienen.
Hier die Beiträge, die deutlich älter
sind als vier Wochen
Sie schieben sich täglich weiter nach unten... Nach ca. drei Wochen landen sie im Archiv. Dort sind sie in der Regel zu finden.
neutralen und privilegierten Schweiz tummeln sich etliche private und staatl-iche Profiteure, die etwa aufgrund des Iran-Kriegs absahnen - diskret, aber kräftig. Eine Übergewinnsteuer
wäre hier bestimmt angebracht. Da kann man nicht wegschauen, jedenfalls nicht nicht.
(Im Übrigen unterstützt diedie KI hilfreich und überprüfbar die Recherchen, auch die damit generierten Karikaturen sind überraschend präzis gezeichnet, wenn der Prompt das beabsichtigte Sujet trifft. Diesbezüglich habe ich keinerlei Berührungsängste.)
Beat Gerber
Der Schimmel auf dem Einfassblatt des Buchs ist schön, elegant, faszinierend, und er scheint sofort bereit zu sein, loszugaloppieren. Doch er hat keinen Hinterteil. Es fehlen zwei Beine, ein Teil
des Körpers, der Schwanz. So ist auch der Inhalt des Roman "Lázár" von Nelio Biedermann: die Schreibe, die Geschichte (einer ungarischen Adelsfamilie), die Sprache, die
Spannung, die Vergleiche, die Präzision… Es ist ein guter, ein sehr guter Roman. Doch es fehlt – wie auf dem Umschlagsbild dem Pferd – ein Teil des eleganten, geschmeidigen, strähnigen, ja
sportlichen Körpers. Es fehlt die Seele. Zumindest einen Teil der Seele… Es ist nicht eine Distanz zu den Figuren, eine Zurückhaltung in der Beschreibung, ein Mangel an Nähe und Innerlichkeit. Es
ist über weite Strecken eine Distanz vom unmittelbaren Leben, von der Betroffenheit. Etwas salopp (oder zeitgeistig ausgedrückt): Es fehlt eine verbindliche Nachhaltigkeit.
Weiterlesen hier
27. März 2026
In eigener Sache...
Das Unvorstellbare ist eingetroffen!
Nach nahezu zwanzig Jahren intensiver, aktiver Pflege meiner Website (Sammlerfreak.ch) war plötzlich Schluss. Sozusagen, von einem Tag auf den andern. Ich schaffte es
einfach nicht mehr, täglich stundenweise am Pult zu sitzen, Themen aufzugreifen, Bilder zu bearbeiten, Neuigkeiten zu melden, Sammlungen vorzustellen, Briefe zu beantworten...
Mit einem einfachen Satz: Ich bin müde geworden. In einem Wort: altersmüde!
So richtig vermisst hat man die Website wohl kaum. Die «Follower» habe ich nie gezählt – es waren sicher nicht Hunderte, nicht Tausende, nicht Millionen … und ich bin (und war) nie ein Influencer.
Die Freude am "Bild" demonstrierte ich am "Bild des Tages", 5'000 sind es geworden. Die Sorgen des Alltags fanden einen Platz in der Rubrik "In eigener Sache". Die Neuigkeiten beschränken sich weitgehend auf Sammlungen: Karl May, Kleinkrippen, Zeitdokumente...
Doch, alles ist mit den Jahren kleiner geworden. Vor allem der Radius meines Da- oder Hierseins. Die Füsse wollen nicht mehr weit tragen, das Reisen immer beschwerlich und die Zeit immer wird immer kürzer... Sie tickt, wie die geerbte Uhr meiner Grosseltern... Nein, ein Klagelied ist das nicht. Nur das Eingeständnis, dass
es nicht so selbstverständlich immer weitergeht. Weiter im gleichen Rhythmus, weiter mit der gleichen Wendigkeit, weiter mit den gleichen Möglichkeiten … Mit mir verändert sich auch mein Tun
und Lassen, nicht meine Ansprüche, vielmehr meine Grenzen und mein Bedürfnis, leiser zu treten. Ich erlaube mir Arztbesuche, Ruhezeiten, langsamer zu werden, Schmerzen zu haben, nichts zu tun,
das «Bild des Tages» zu verpassen, zu schweigen, mich zu wiederholen … Ich rufe nicht täglich die Mails ab, leere nicht jeden Tag den Briefkasten und sitze deutlich öfter vor der
Flimmerkiste. Lese weniger Zeitungen, dafür mehr Bücher, interessiere mich nicht nur für das Heute, auch für das Morgen und – oh, diese Alten! – für das Gestern. Dies alles hat seine
Folgen. Auch für meine Website. Sie wird wohl anders. Gemächlicher, vielleicht. Nicht mehr so bunt, hoffentlich. Auch nicht ältlich, eher «getragen» (um einen Begriff der Musiktheorie zu
verwenden).
Peter Züllig, noch immer ein «Sammlerfreak»
"Bilder des Tages"
Aus Anlass von 5'000 "Bilder des Tages" (erreicht von
06. Januar 2026) stelle ich hier jede Woche die "Bilder des Tages" von zwei Monaten der letzten beiden Jahre (2024 und 2025) als Bildfolgen vor. Alle bisherigen Bildstrecken könnden
hier abgerufen werden.
"Bilder des Tages" vom Juni 2024
"Bilder des Tages" vom 2024
10. April 2026
Viel geliebt, viel gehasst...
Mario Adorf ist tot
Karl-May-Begeisterte kennen ihn als den Schurken Santer im legendären Film "Winnetou I" (1963), der die schöne, liebenswerte, Nscho-tschi (Schwester von Winnetou) erschossen hat. Noch heute - 63 Jahre später - erinnert sich eine ältere Generation an den "Schrecklichen Moment am "Nugget-tsil".
Vor einem Jahr (2015) wurde auf Facebook (Tod von Nscho-tschi) an die "schreckliche Tat" erinnert. In den Kommentaren erregen sich die Gemüter noch immer. Hier eine Auswahl: "Seit dem hat der Adorf bei mir verschissen..." - "In dieser Zeit wollten viele aufrechte Menschen Mario Adorf ans Leder. Dem Regisseur übrigens auch." - "Spätestens aber bei/ nach seinem Film "Bomber und Paganini" hab ich Mario verziehen." - "Wenn wir den mal allein erwischen..." - "Und Klekih-petra hat er 30 Minuten vorher erschossen..." - Er muss leiden!" - "Das ist nur ein Film".Dies betrifft nur eine Episode in
einem Film nach Karl May mit Mario Adorf. Adorf hat aber in weit über 130 Filmen gespielt.
Wikipedia listet 133 Filme auf (eine Auswahl, ohne Fernsehprouktionen). Der Schauspieler Heiner Heiner Lauterbach würdigte Mario Adorf Social-Media-Kanälen:
"Du hast in diesen Filmen meist die Bösewichte gespielt. In Wirklichkeit warst du ein herzensguter Mensch, ein großer Kollege und wahrer Freund"
An Stelle eines eigenen Nachrufs übernehme ich hier Schlagzeillen zu seinem Tod
am 8. April 2026 in Paris.
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2025, Verlag C.H.Beck, München
233 Seiten, ISBN 978-3-406-83698-5
Man kann es ihr nicht vorwerfen, dass sie eine «Theaterfrau» ist. So wird sie meist angekündigt, im schweizerischen Literaturbetrieb. Das heisst: Martina Clavadetscher schreibt Theaterstücke, auch Theaterstücke. Zum Beispiel: «Vor aller aller Augen» (2023) oder «Schein, du crazy Diamant!» (2025). Sie schreibt aber auch Romane und erhielt 2021 den Schweizer Buchpreis für den Roman «Die Erfindung des Ungehorsams». Zu Recht, wie ich damals hier auf meiner Website schrieb. Gespannt wartete ich deshalb auf ihr neustes Werk, «Die Schrecken der anderen» und wurde enttäuscht. Nicht vom Inhalt, den Ideen, der Sprache. Ich finde, das Buch leidet an seiner Inszenierung. Es fliesst nicht, es hüpft und strangelt von einer Wort- und Sprachidee zur nächsten. Gekonnt, verblüffend, auch sehr bildlich gedacht, aber mit zu vielen Strängen, die oft in der Überraschung stecken bleiben. Weiterlesen hier
Houston Stuart Chamberlain (1855-1927). Hartmut Wörner. Hat sich mehrfach mit der Rezeption von Chamberlains Werk durch Karl May beschäftigt, So auch in seinem Aufsatz im vorliegenden Heft.
Inhalt: Eine Schaufensterausstellung in Koblenz. Ein überraschender (zu) später Fund ergänzt GW 97 von Hans-Dieter Steinmetz.
Das Gedicht. Die Zweite Welt oder: Gedanken zu einem nicht geschriebenen Buch von Rene Griessbach.
Die Liebe des Ulanen in der "New Yorker Staats-Zeitung". Ein mehrfacher Hin in mehrfacher Hinsicht besonderer Karl May Ausdruck während des Ersten Weltkriegs, Teil 2 von Stefan Schmatz.
Anette Pieper: Wieder gelesen: Der Ölprinz.
Professor Konrad Guenther. Ein besonderer Karl May Fan mit Schattenseiten von Malte Ristau.Marie Jahoda und Karl May von Thilo Scholle.
Hier geht es zu den beiden Heften Mitteilungen und Nachrichtn Nr. 227.
27. März 2026
Neueingang Karl-May-Sammlung:
Abteilung: "Öffentliches Gedächtnis"
Philip Kerr
"Metropolis"
Historischer Kriminalroman, Band 144
Neueingang in der Abteilung "Öffentliches Gedächtnis" der Karl-May-Sammlung. Dieser Sammelbereich umfasst Bücher, Artikel, Zitate, wo
Meine Sammlung zum Karl-May-Thema «Öffentliches Gedächtnis» umfasst etwas mehr als 30 Beispiele (und wird dauernd ergänzt). Eine Liste von aktuellen «Fundstücken» findet sich auch in jeder Ausgabe von «May-nungen» (Vereins-publikation Karl May Club, Österreich), Rubrik «Karl May entkommt man nicht» (mit präziser Angabe der «Fundorte» und Angaben zum Zusammenhang der Zitate).
Vor Jahren habe ich ein Referat zum spannenden Thema «Öffentliches Gedächtnis» gehalten. Auszugsweise werde ich das Manuskript gelegentlich hier auf meiner Website «Sammlerfreak.ch» publizieren.
Ich bin auch dankbar für alle Hinweise, denn das Thema wurde bis jetzt in Zusammenhang mit Karl May kaum aufgegriffen. Dabei zeigen die vielen Beispiele und die damit verbundenen Kommentare recht gut, wie Karl May und seine «Schöpfungen» weiterleben und sich auch gewandelt haben.
Kommentar im Internet_ "Nett geschrieben, aber mich stört ganz massiv die Bezeichnung "Winnetou" für den Mörder, der seine weiblichen Opfer skaliert. Niemand, der Karl May wirklich gelesen hat käme auf so eine Idee: Karl May legt grossen Wert darauf, dass der "edle Häuptling der Apachen" es strikt ablehnt, zu skalpieren. Das hinterlässt bzgl. der Qualität der Recherchen einen etwas faden Beigeschmack" (Quelle)
Informationen zu Philip Kerr - Informationen zum Buch "Metropolis"
02. Februar 2016
"Schluchti" ist gegangen, für immer. Er war in den frühen Fernsehzeiten Beleuchter und Tönler. Ein eigenwilliger, aber engagierter Kollege auf Reportage. Auch ein Freund vieler "älterer" Fernsehmitarbeiter. Der emsige TV-Chronist Marco Lucchi ( SRF/SRG Pensionäre und Ehemalige) hat auf Facebook geschrieben:
Verkehrskreisel
Die Rubrik "Verkehrskreisel" - seit rund 14 Jahren hier zu finden - wird leider kaum mehr weitergeführt. Es sind etwa 100 Kreisel, die hier (anfänglich nur ganz knapp, später ausführlcher) vorgestellt wurden. Sie sind zum grössten Teil noch immer jederzeit im Archiv abrufbar.
Da ich viel unterwegs war, habe ich die meisten Bilder selbst gemacht. Wo immer ich auf öffentlichem Grund einen Kreisel entdeckt habe, zückte ich die Kamera, um die Gestaltung, die
aufgestellten Kreationen und Kunstwerke zu dokumentieren. Angeregt wurde ich damals von meinem Sammler-Freund Hans Weiss, der eine ganze Reihe von Bildern zu dieser Serie beigetragen hat. Leider
ist Hans Weiss gestorben. Ich selbst bin inzwischen - alterbedingt - kaum mehr unterwegs. Deshalb ist diese Rubrik allmählich "eingeschlafen". Zudem wurde die rechtliche Situation bei der
Verwendung von Fremdbildern immer komplizierter und die Gemeinden (zuständig für die Verkehrskreisel in der Schweiz) eher zurückhaltend mit Angaben zur Kreation, Entstehung und Ausführung
der Kreisel.Trotzdem habe ich die Rubrik - auch im Gedenken an Hans Weiss - allerdings seh spärlich weitergeführt.
Doch die Rubrik ist fortan am Schluss meiner Website "Sammlerfreak" zu
finden.
16. November 2024
Kreiselkunst:
"Der «hässlichste Kreisel der Region» ist
neu geschmückt: Er trägt jetzt einen Vogelschwarm"
(Schlagzeile in der "Solothurner Zeitung"
vom 14. November 2024)
Kreisel beim McDonalds in Zuchwil
(Luzernstrasse)
Um die Verkehrskreisel ist es (ausser dem Strassenlärm) recht ruhig geworden. Es entstehen zwar weiterhin immer wieder neue Kreisel, doch sie haben eher lokale und regionale Bedeutung. Man fürchtet die oft hitzige Diskussion (Ablehnung-Akzeptanz-Begeisterung) und nicht zuletzt auch die Kostenwahrheit, welche allzu oft erschreckt. "Kreiselgeschichten" muss man in den vergangenen Jahren geradezu suchen. Aufgeschnappt in der Solothurner Zeitung:
"In der Nacht, zwischen ein und drei Uhr in der Früh, wurde der neue Kreiselschmuck mithilfe eines Krans montiert. Er besteht aus drei identischen Stahlobjekten und stammt vom Künstler Josef Schacher, besser bekannt als «Joschi»".
Joschi, Josef Schacher, Eisenplastiker
"Der gibt dem Alteisen ein neues Leben. Er lässt das harte Material schmelzen und bringt den Betrachter der neu geborenen Skulpturen zum Staunen und Schmunzeln. Mit Geschick
und Freude am Experimentieren entwickelte er während seinem bald vierzigjährigen Schaffen seine Technik stets weiter und versteht es heute meisterhaft, aus Schredder-Schrott immer wieder neue
tierische und menschliche Figuren, Bilder und Möbel zu kreieren.
Joschi ist nicht nur ein Künstler, der aus gebrauchten, vergessenen und weggeworfenen Gegenständen mit viel Liebe zum Detail in neuer Zusammensetzung Kunst herstellt. Dass sich das
künstlerische Schaffen von Joschi nicht nur auf kleinere oder kleinste Werke beschränkt, zeigen einige grosse, in der Öffentlichkeit bestens bekannte Projekte.So präsentiert sich -
zum Beispiel - im Kreisel am Güggelstutz in Solothurn ein riesiger Güggel, der an den vor langer Zeit an dieser Stelle gestandenen Güggelhof erinnert." (Quelle:
website von Josef Schacher) Hier Bilder von der Montage des Kreisels in Zuchwil (SO) (auf Facebook)